Heute möchte ich euch ein paar Schnappschüsse präsentieren, die ich auf Fahrten (oder vor und nach Fahrten) mit dem öffentlichen Verkehr geschossen habe. Gerade wenn die Sonne am Untergehen ist, und die Geleise das Sonnenlicht reflektieren, entstehen wunderbare Stimmungen. Einige davon konnte ich auffangen. Dennoch: in real wirken sie viel stärker.

Bahnhof Zürich Altstetten im September

Zürich HB im September

Unterwegs in der Schweiz - Oktober 2007

Bahnhof Langenthal, Ende November 2007
November 27th, 2007, posted by Christoph Geiser
Allgemein
Dass sich etwas tut bei der CityNightLine weiss ich schon seit gut einem Jahr, als ich aufgrund einer privaten Kleinfilmproduktion (leider bin ich bisher nicht mit schneiden fertig geworden) mit der CNL nach Berlin und zurück fuhr und dabei auch mit dem Team zusammensitzen durfte und viel Interessantes erfuhr. Inzwichen ist es offiziell (siehe auch www.citynightline.ch): Die CNL und DB Nachzug (und UrlaubsExpress) legen ihren Betrieb zusammen. Somit werden die Strecken ausgeweitet und der Betrieb und das Zuammenspiel mit der DB AG vereinheitlicht. Dies soll - laut CNL - Buchungen und Preissystem einfacher als bisher halten. An den Tarifen scheint sich - bei einem ersten Überblick - wenig geändert zu haben.
Komplett neu ist allerdings das “Design” der Wagen. Dieses soll nun zu einem einheitlichen rot-weiss umgestaltet werden (also eigentlich der DB Nachtzug angeglichen werden). Das wunderbare Blau-Gelb Design der CNL verschwindet bis zum 9.12. Schon jetzt ist ein Teil der Waggons umgespritzt, immer mehr kommen dazu.
Ich persönlich hätte es begrüsst, wenn man sich auf das Blau-Gelb hätte einigen können, denn mir gefiel dieses Variante viel besser. Wobei natürlich auch rot-weiss seinen Reiz hat, hat das Logo mit dem Mond, der CNL-Schriftzug und eben die dunkelblaue Wagenfarbe schon fast Kultstatus erreicht (und bisher immer für sehr gute Qualität garantiert).
Apropos Qualität: Diese soll auch nach der Zusammenlegung sehr gut werden und hoffentlich noch verbessert werden. Was das allerding genau bedeutet, weiss ich nicht. Vor einem Jahr durfte ich bei der Pilotphase des neuen “Frühstücks” dabei sein. Anstatt Brötchen, Butter und Marmelade, gabs süsses Weichgebäck, und andere Kleinigkeiten. Ehrlich gesagt fand ich die neue Variante nicht so ansprechend (Schokolade am Morgen? *schauder*). Ich bin gespannt, welche Variante ich auf meinen beiden nächsten Fahrten im Januar antreffe.
Wichtig für CNL-Clubmitglieder: Das bisherige Punktesystem wird per 9.12. aufgehoben. Sprich: Ab diesem Tag werden keine Punktecoupons mehr aufgegeben. Wer noch Punkte hat, die er nicht eingegeben hat, kann dies noch bis zum 31.12. tun. Die vorhandenen Punkte auf dem Konto können bis Ende Mai 2008 eingelöst werden, Freifahrten sind bis Ende November 2008 buchbar.
Laut CNL wird es auch in Zukunft ein Bonussystem geben. In welcher Form, bleibt allerdings zurzeit unklar. Klar ist aber, dass nicht genutzt Punkte ins neue System kompensiert werden. Man darf also gespannt sein. Trotzdem werde ich meine Freifahrt im Januar buchen 
November 19th, 2007, posted by Christoph Geiser
Allgemein
Es gibt Leute denen sollte man ein lebenslängliches Verbot in öffentlichen Verkehrsmitteln geben. Letztes Wochenende hatte ich ein solches Erlebnis.
Nach meinem Ausgang in Zürich stieg mein Kollege und ich um 01.30 Uhr in Winterthur in die „Thurbo Nightline” in Richtung St. Gallen um.
Die Nachtzuschläge und Billette wurden wie immer an den Türen kontrolliert damit niemand schwarz fahren kann. Für uns natürlich kein Problem, GA und Nacht-Jahrespass hervor und rein in den Zug.
Drinnen herrschte eine gemütliche Stimmung. Wir diskutierten über den vergangenen Abend und überlegten uns in welchen Club wir das nächste mal gehen sollten.
Wir unterbrachen unser Gespräch als ein Herr um die 60 (wahrscheinlich der älteste im Zug) vor der Zugtür stand und sich weigerte den Nachtzuschlag zu bezahlen. Nach einer längeren Diskussion über den Nutzen des Nachtzuschlages, die schon zu einer Überschreitung der fahrplanmässigen Abfahrt führte erklärte der Kondukteur, der Zug werde jetzt abfahren und der Mann ohne Nachtzuschlag müsse in Winterthur bleiben. Dies akzeptierte dieser überhaupt nicht und er kämpfte sich mit Gewalt gegen den Kondukteur in den Zug.
Da kam auch schon die Durchsage:
„Meine Damen und Herren infolge eines Chaoten im Zug verzögert sich unsere Abfahrt bis zum eintreffen der Bahnpolizei um einige Minuten. Wir bitten sie um Verständnis.”
Nach etwa 10 Minuten, nachdem er von Fahrgästen Verbal angegriffen wurde, gab der Mann auf er bezahlte den Nachtzuschlag und wir konnten abfahren.
Seine Aggressionen liessen aber überhaupt nicht nach, er diskutierte mit mehren Leuten warum genau er keinen Nachtzuschlag zu zahlen habe. Zuletzt fragte er den Kondukteur ihn welche Partei er denn eigentlich sei. Als dieser wissen wollte was denn das mit der ganzen Sache zu Tun habe entgegnete der Mann: „Wissen sie ich bin in der SVP und wir schauen das die Leute nicht abgezockt werden.” (Lieber Herr X, leider spricht sich ihre Partei als einzige konsequent gegen Subventionen von öffentlichen Verkehrsmitteln aus)
Fazit: Das Personal hat sehr gut reagiert und die Situation wurde Souverän gelöst. Jedoch hatte es für den Chaoten kein Nachtspiel. Das ist wirklich schade, denn ein Busse hätte er sicher verdient…
Gastbeitrag von Matthias Schönenberger
Herezlichen Dank an den Autor.

Bild by blacklord
November 1st, 2007, posted by Christoph Geiser
Allgemein
Wer heute das 20 Minuten gelesen hat, wird vermutlich die Ankündigung zum Wettbewerb “BahnAugenBlick” gelesen haben. François Loeb hat nun auf Basis des Buches “Geschichten, die der Bahnhof schrieb” einen Schreibwettbewerb ins Leben gerufen, indem man seine Gedanken oder seine Geschichte rund um die Bahn aufsfhreiben und einreichen kann. Zu gewinnen gibt es bei diesem Wettbewerb auch interessante Preise: Einen Städtetrip mit der CityNightLine z.B. nach Berlin oder Prag und weitere tolle Preise. Teilnehen kann fast jeder.
Folgende Kriterien sind thematisch wichtig:
Die Geschichten müssen mit dem Thema «Bahn», «Bahnhof» und «Bahnreisen» verbunden sein.
Die Geschichten dürfen selbst erlebt oder erfunden sein.
Die Geschichten dürfen noch nicht veröffentlicht worden sein.
Die Geschichten müssen deutschsprachig sein.
Der Text darf allerdings höchstens eine A5 Seite lang sein, und muss getippt sein.
Eingereicht werden muss er bis zum 30. Janaur 2008 und zwar an folgende Adresse in Deutschland:
BUCH CONTACT
Stichwort «BahnAugenBlick»
Rosastr. 21
79098 Freiburg
D-Deutschland
Mehr Informationen zum Wettbewerb und zu den Kriterien des Wettbewerbs finden Sie hier.

Oktober 24th, 2007, posted by Christoph Geiser
Allgemein
Liebe Leserin
Lieber Leser
Der Blog war in den letzten 10 Tagen doch ziemlich leer. Grund: Irgendwie geschah absolut nichts spezielles auf dem Schienennetz . Jedenfalls bei mir nicht 
Wobei ich eines zugeben muss: Bei der letzten Verspätung meines üblichen 16:11er Zuges fand ich die Meldung des Zugchefs perfekt: “Meine Damen und Herren, ich möchte Sie darüber informieren, dass unser Zug wegen überlasteter Gleisanlagen zwischen Rupperswil und Lenzburg nur mit reduzierter Geschwindigkeit fahren kann. Ab Lenzburg sollte es dann normal weitergehen. Danke für Ihr Verständnis”.
Hochachtung für diese klare und positive Durchsage, denn bisher hat noch nie ein anderer Zugchef die Fahrgäste informiert auf diesem Zug. Das verdient ein Lob.
Apropos Verspätungen: Es gibt neues zum Verspät-o-Meter. Matthias aus Uzwilhat sich bei mir gemeldet und wird ab übernächster Woche die St. Gallische Pünktlichkeitsstatistik übernehmen. Die neuen Strecken sind: Uzwil - St. Gallen, St. Gallen - Uzwil, Goldach- Uzwil. Alle genaueren Infos entnehmt ihr bitte direkt der Verspät-o-Meter Seite, wo die abgedeckten Strecken ebenfalls alle aufnotiertsind.
Gute Fahrt ins Wochenende
Chris
Oktober 12th, 2007, posted by Christoph Geiser
Allgemein
So, ich habe mal so rasch rasch etwas umgesetzt, was mir schon lange im Kopf schwebte: Ein Verspät-o-Meter.
Ich möchte mal zusammenzählen, wieviel Verspätung ich auf meinen öV-Reisen so machen. Das soll aber nicht unbedingt zeigen, ob die SBB und Co nun schelcht oder gut sind, sondern ganz allgemein zeigen, wie viel Verspätung in wie viel Zeit möglich ist. Ich denke, in Deutschland würde die Statistik noch erheblich schlimmer ausfallen
Das Verspät-o-meter findet ihr hier.
Die Statistik wird zurzeit von mir gefüttert. Ich decke vor allem die Strecke Bern-Zürich ab (sowohl die alte, als auch die Neubaustrecke). Allerdings wird es erst dann recht interessant, wenn es unter euch noch einige gibt, die andere Strecken regelmässig fahren und die allfälligen Verspätungen eintragen würden. Wer daran interessiert ist, soll sich doch bei mir melden: christoph@abacado.com.
Gestern war irgendwo auf meine Heimfahrtstrecke ein Personenunfall. Ich war zum Glück diesmal einen Zug dahinter wie es schien. Aber die Strecke Burgdorf-Langenthal war nicht befahrbar. Der Zugchef bat vor Burgdorf um unsere Aufmerksamkeit und erklärte klar und genau (richtig gut!), wo und wann Ersatzbusse bereit stehen würde.
Und anders als bei anderen Fällen klappte dies hier wunderbar. In Burgdorf stand ein Car der Firma Gerber (Roggwil, BE) bereit und fuhr uns nach Wynigen, Herzogenbuchsee und Langenthal. Insgesamt mit nur 20 Minuten Verspätung, was wegen dem indirekten Weg (Strasse), umsteigen, etc. sehr wenig ist.
Ein grosses Lob diesmal an die SBB und die Firma Gerber Reisen AG. Der Ersatz war sehr gut und vorbildlich aufgegleist.
Oktober 2nd, 2007, posted by Christoph Geiser
Allgemein
Hmm, vielleicht klingt dieser Titel einfach zu kritisch. Aber ehrlich: Seit rund zwei Wochen (vielleicht auch drei oder vier oder mehr), ist bei uns in Langenthal wohl testweise dieses neue Lautpsrechersystem eingebaut. Bisher wurden ja alle Ansagen noch ‘von Hand’ gemacht. Da genoss man noch richtige Stimmen mit ihren Eigenschaften. Nun lallt eine Frau in total langsamen gekünsteltem Hochdeutsch: Nächste Einfahrt… Gleis zwei… InterRegio nach… Olten.. Zürich… Hauptbahnhof… naja, den Rest lass ich mal.
Wie dem auch sei, ich finde die neuen Ansagen irgendwie bescheuert. Vor allem fehlen alle Zusatzangaben. Wenn ein Zug zum Beispiel Verspätung hat und einfährt, wird nur die normale Standardansage gemacht, ohne Verspätungsinformationen. Diese werden in Langenthal übrigens überhaupt nicht mehr angesagt.
In dem Zusammenhang noch etwas anderes: Vorletzten Samstag in Olten… Abend spät, letzter Zug. Die Abfahrtstafel verriert, dass der Zug ca. 5 Minuten Verspätung haben würde… Die Durchsage, die aber zweimal gemacht wurde, sprach aber von 10 Minuten Verspätung. Tatsächlich waren es dann 13 Minuten… Auf der Tafel stand aber immer noch 5. Da fragt man sich dann schon, ob da irgendwie die Koordination zwischen den beiden nicht geklärt ist.
Um nochmal zur Geschichte mit der neuen Ansage: Ich frage mich sowieso: Wieso brauch es immer eine neue Stimme? Ja, die alte ist bieder, ich mag sie auch nicht, die erste war viel besser. Aber jetzt, wo man sich daran gewöhnt hat, kommt wieder eine Neue. Und die ist viel schlimmer. Da lobe ich mir die Deutsche Bahn. Die Durchsagen in den grossen Bahnhöfen werden allesamt ‘von Hand’ gemacht, so wie in Zürich. Wobei die Deutsche Bahn hier sogar noch ein bisschen auf Freundlichkeit und “sei heute mein Gast” macht: “Sehr geehrte Fahrgäste auf Bahnsteig 7, willkommen in Frankfurt am Main. Ihre nächsten Reisemöglichkeiten…”. Also liebe SBB: Lasst euch gesagt haben. Die neue Stimme ist doof, langsam und irgendwie gar nicht ansprechend…
Andreas - selbst Zugführer bei den SBB - hat hier im öV-Blog letzthin einen Kommentar hinterlassen, wo er über einen Zug erzählte, der ihm eine Minute zu früh davongefahren sei… und er war der Zugführer. Inzwischen hat er auf seinem Blog darüber berichtet. Wer es nachlesen will, klickt hier.
September 24th, 2007, posted by Christoph Geiser
Allgemein
Bahnhof: Olten
Datum: 22.9.2007
Zeit: 13:30
Ich sass gerade im IR nach Langenthal (der übrigens richtig schön pünktlich fuhr zur Abwechslung), die Türen des Zuges waren natürlich offen und so kam ich nicht darum herum folgende automatische Ansage zu hören:
“Nächste Einfahrt Gleis xx, InterCity nach Bern. Wagen erster Klasse, Sektor B, Wagen zweiter Klasse, Sektoren C und D, Speisewagen Sektor C. Der Speisewagen ist geschlossen“.
Bitte was? Soll das ein Witz sein? Zuerst wird vollmundig der angehängte Speisewagen angekündigt und im nächsten(!) Satz gleich noch angehängt, dass dieser aber geschlossen sei. Nett für alle die, welche sich nach dem ersten Satz auf ein feines Sandwich und einene starken Kaffee gefreut haben. Bitter…
Da sollte es die SBB doch besser so machen wie mit dem Familienwagen:
“Dieser Zug verkehrt heute ausnahmsweise ohne Familienwagen.”
That’s it…
Wobei es zu der teilweise ‘neuen’ Ansage auch so einiges zu sagen gibt… Dazu aber morgen mehr .
September 23rd, 2007, posted by Christoph Geiser
SBB
Zugart: IC
Strecke: Spiez – Bern
Zugnummer: IC 982
Zeit: 16.21
Schönstes Wetter in Spiez. Während ich den Tag mit unterrichten verbrachte, durften viele Touristen ihren Freitag auf dem See (tolles 10-Franken Angebot) oder im Wallis verbringen. Na klar bei dem Wetter! Zugegeben, es sind aber an solchen Tagen nicht nur viele Leute sondern sehr viele Leute… Ums genau zu nehmen: Unglaublich viele Leute.
Jedenfalls hat man diesen Eindruck, wenn man um 16.21 auf den InterCity Richtung Bern will. Mehrere angemeldete Gruppen, welche reserviert hatten, viele weitere Leute. Einfahrender Zug, Blick in die Fenster: alles rappelvoll. Jedenfalls in der zweiten Klasse. Und dabei kann man nicht mal meckern, die SBB würden zu wenige Waggons anhängen: Zusätzliche vier Wagen plus Lok hängen an der normalen 7-Wagen-Komposition dran. Mehr ist schon bald nicht mehr möglich.
Der Entschluss ist klar: ab in die erste Klasse gehockt. Klassenwechsel lässt sich ja auch im Zug mit Reka-Rail-Checks bezahlen, die ich mal von den SBB bekommen hatte.
Doch oh Wunder: Entweder hat der Kondukteur keine Ahnung von seinem Job (was ich aber nicht vermute), oder er akzeptiert wegen der vollen zweiten Klasse alle, die in der Ersten sitzen. Denn mein Satz „Ich hätte gerne noch einen Klassenwechsel bis Bern“ ignoriert er, schaut sich mein 2.Klasse-GA an und geht weiter. Na dann… Also ich habe jedenfalls nichts dagegen.
September 22nd, 2007, posted by Christoph Geiser
SBB
Zugart: ICN
Strecke: Zürich HB – Olten
Zugnummer: ICN 2142
Zeit: 21.30
Datum: 19.9.2007
Man hört sie ja immer wieder, die netten Meldungen, wenn ein Zug Verspätung hat, da ist bekannt. Einmal ist es ein technischer Defekt an der Lok, ein andermal ist die Strecke ganz einfach überlastet. Doch die beste Ausrede kam am Mittwoch durch den Lautsprecher: Nachdem der Zug mit ca. 8 Minuten Verspätung losgefahren ist, kam folgende Durchsage: „Dieser Zug hat wegen zu späten Aufstellens rund 8 Minuten Abgangsverspätung?“.
Da fragt sich doch der mündige Zugfahrer, wie das geht: Haben die Angestellten der SBB geschlafen? Oder waren sie schon fast im Feierabend, als sie bemerkten, dass da noch ein ICN aufgestellt werden sollte? Wie dem auch sei, sie hatten Glück: ICNs sind ja normalerweise in ihrer festen Komposition ‚zusammengesteckt‘. Also immerhin muss man nicht mehr Wagen zusammensuchen und anhängen.
Trotzdem: Nächstes Mal bitte besser, liebe SBB.
September 22nd, 2007, posted by Christoph Geiser
SBB